Confirmed // Martn

Martn-Confirmed

Vor heute etwa elf Jah­ren hat Martn das erste mal sein Kin­der­zim­mer ver­las­sen, um andere an sei­ner klei­nen aber fei­nen Viny­laus­wahl Teil haben zu las­sen. Im Alter von etwa 18 ist er, damals beim “Early Eve­ning Skank” im Tri­pty­chon, dem MSF-Soundsystem beige­tre­ten. Neben Dub, dem Roten Faden der sich durch seine Lauf­bahn zieht hat er sich auch immer wie­der in den Roots– und Drum’N’Bass-Kisten der raren Plat­ten­lä­den bedient, bis er schließ­lich seine ers­ten Dubstep-Scheiben von “Digi­tal Mys­tikz” und “Kode9 and the Spaceape” in der Hand hielt. Von da an war alles anders. “Ich glaube ich habe immer nach die­sem Sound gesucht, ohne zu wis­sen, dass es ihn jetzt gibt!” hat er ein­mal gesagt.

Neben dem Auf­le­gen schlägt sein Herz in ers­ter Linie für die Tech­nik hin­ter jeder Ver­an­stal­tung. Zusam­men mit den ande­ren Bass­fe­ti­schis­ten von MSF hat Martn in den letz­ten Jah­ren ein höchst spe­zia­li­sier­tes, indi­vi­du­el­les Sound­sys­tem mit beacht­li­chem Tief­gang auf­ge­baut. In meh­re­ren Jah­ren Arbeit wur­den im Fre­quenz­gang von unten nach oben 14 hoch­qua­li­ta­tive Laut­spre­cher in Hand­ar­beit gebaut und immer wie­der opti­miert. “Die Anla­gen in den Clubs sind meis­tens OK, wur­den unse­ren Ansprü­chen an die tie­fen Bässe im Dub und Dub­step aber irgend­wann nicht mehr gerecht”, so zu den Ursa­chen. Ohne ihr Equip­ment im Gepäck las­sen sich die MSF­ler nur schwer aus ihrer Höhle locken. Rich­tig wohl fühlt sich Martn hin­ter den Plat­ten­spie­lern eigent­lich nur wenn er zwi­schen den besag­ten Supers­co­oper Bass­rut­schen steht.

Auf den Tisch kommt bei Martn übri­gens nur ech­tes schwar­zes Gold. “Ich habe die digi­ta­len Sys­teme schon pro­biert und sie funk­tio­nie­ren auch erstaun­lich gut. Aber ich kann mich ein­fach nicht damit anfreun­den mp3s, mög­li­cher­weise auch noch unbe­zahlte, auf einer Ver­an­stal­tung zu spie­len. Sup­port the Vinyl!”

Musi­ka­lisch bewegt sich Martn eher auf der dunk­len Seite. Für ihn kann es nicht tief und nicht dre­ckig genug sein, was man, wenn man ihn trifft nicht unbe­dingt erwar­ten würde. Bei der “Amp­kul­tur” ist er im Okto­ber das erste mal am Start gewesen. Sein zu Hause ist zur Zeit die “Digi­tal Dub Disco” (seit diesem Jahr in Triptychon beheimatet), die er gemein­sam mit Sub­com­man­dante Gro­bian und dem Scho­ber mit einer wil­den Mix­tur aus Dub und Dub­step befeu­ert. Dane­ben ist er zusam­men mit Bass­tea Stamm­gast in der Schalt­zen­trale von Brix­ton bei der “Sub­sto­ries” und auch immer wie­der in Dort­mund bei der “Geek Butik” und im Tri­pty­chon am Hawer­kamp anzutreffen.

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